....gute Reden!

Hunger?
Pizza-Nudelgerichte-Shushi-Mexikanisch-Salate... Hier finden Sie Ihren örtlichen Lieferservice!

Pizza bestellen in PLZ:
Suchen!

Sozialleistungen.info

Werbung

Wir empfehlen Ihnen Profiwin.de Mit nur einer Anmeldung bei Profiwin.de nehmen Sie für nur 5,- Euro monatlich an 200 der besten Gewinnspiele jeden Monat automatisch teil und haben die Chance, Autos, Reisen, Geld, Computer, Handys und viele weitere attraktive Preise im Gesamtwert von mehreren Millionen Euro zu gewinnen. Über 2.800 Teilnehmer haben bereits gewonnen. Gewinnen jetzt auch Sie ganz einfach mit Profiwin.de >>
Posts mit dem Label Datenschutzskandal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Datenschutzskandal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 10. Dezember 2013

Datenschutzskandal-Hartz 4

Hartz IV-Skandal 
- Sozialgericht Magdeburg und Jobcenter Harz: 
Datenschutz-freie Zone ?
PRESSEMELDUNG
vom 10. Dezember 2013

Dem Landesbeauftragten für den Datenschutz Sachsen-Anhalt platzt der Kragen
Auf Anfrage der Hartz4-Plattform hatte der Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt gegenüber der Arbeitsloseninitiative bestätigt, dass das Erzwingen einer ärztlichen Schweigepflicht-Freigabe unter Androhung von Leistungssperre
nicht rechtmäßig ist

Ohne von dem Betroffenen selber zur Intervention bei der Hartz IV-Behörde gebeten worden zu sein, hat die Datenschutzbehörde dem Jobcenter Landkreis Harz (KoBa) jetzt von sich aus eine entsprechende Rüge erteilt. 
Man kann wohl davon ausgehen, dass dem Datenschutzbeauftragten buchstäblich der Kragen geplatzt ist. 
Immerhin liegt seinem Hause bereits seit Juli diesen Jahres ebenfalls eine Anfrage der Hartz4-Plattform vor wegen des Versuch, bei demselben Jobcenter-„Kunden“ schon einmal mit massivem Druck die Unterschrift unter eine Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht zu erzwingen. 

In dem Falle kam der Erzwingungsversuch allerdings nicht aus der Hartz IV-Behörde sondern vom Sozialgericht Magdeburg. 
„Wir gehen davon aus,“ meint Hartz4-Plattform-Sprecherin Brigitte Vallenthin, „dass die energische Rüge des Datenschutzbeauftragten deshalb erfolgte, weil aktuell Behörde und Gericht die Zusammenarbeit wohl doch zu bunt getrieben haben, um unter Zwang an geschützte Gesundheitsdaten zu gelangen.“

 Die Gier des Jobcenter Harz nach geschützten „Kunden“-Daten: Dauerstreit beim Sozialgericht Magdeburg
 Seit mindestens zwei Jahren, versucht ein an Diabetes erkrankter 62-jähriger „Kunde“ des Jobcenters im Landkreis Harz sein nach dem Grundgesetz geschütztes Recht auf Informationelle Selbstbestimmung gegenüber der Hartz IV-Behörde zu verteidigen. Inzwischen füllt sein Kampf um die vom Gesetzgeber ausdrücklich beabsichtigte Verweigerung einer Freigabe der ärztlichen Schweigepflicht gegenüber Jobcenter, Amtsarzt und dem Vorsitzenden der 15. Kammer dicke Akten und mehrere Klagen beim Sozialgericht Magdeburg
Die Sache eskalierte, nachdem der aufstockende Selbständige im Januar Rechtsmittel gegen eine Sanktion und dreimonatige Leistungskürzung um 60% eingelegt hatte.

Richter übt Druck aus: ohne Schweigepflichtenbindung keine Weiterführung der Eilklage

Im Mai  zog sich die Eilklage mittlerweile 4 Monate hin. Nachdem der Kläger im Rahmen des Verfahrens erklärt hatte, er sei wegen mehrerer chronischer Erkrankungen nicht mehr voll arbeitsfähig, stellte der Vorsitzende der 15. Kammer, Richter Hausmann, plötzlich eine neue Hürde auf.
Mit massivem Druck versuchte er, eine Blanko-Erklärung zur Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht und damit vollständige Offenbarung sämtlicher, auch zurückliegender Gesundheitsdaten zu erzwingen. 
Dabei schreckte der Vorsitzende Richter der 15. Kammer auch nicht vor einem als mutmaßliche Nötigung zu empfindendem Hinweis zurück:

- „Die (...) Erklärung benötigt das Gericht unbedingt, um Auskünfte einholen zu können (...). Diese Auskünfte (...) sind unverzichtbar. Ohne diese Erklärung kann das Verfahren nicht weiterbetrieben werden.“

Das vom Sozialgericht für unverzichtbar erklärte Nackt-Machen des Klägers sah dann so aus dass er sein Einverständnis dafür erklären sollte:

1.„dass alle vom Gericht (...) für erforderlich gehaltenen Unterlagen beigezogen werden“ - ohne zu wissen um welche Unterlagen im Einzelnen und aus welchen Quellen.
2.„Ich befreie die zu ersuchenden Stellen von ihrer Geheimhaltungspflicht“ - ohne zu allerdings wissen, wen er damit tatsächlich von der Geheimhaltung befreien würde.
3.„Soweit diese Unterlagen ärztliche Gutachten und sonstige Vorgänge medizinischer Art enthalten, erteile ich zugleich die Entbindung von der Schweigepflicht“ - ohne zu wissen, welche ihm nicht bekannten Gutachter und Ärzte er bezüglich welcher Unterlagen von einer Schweigepflicht befreien sollte.
4.„... und entbinde die Ärzte, bei denen ich in Behandlung bin, war oder während des Verfahrens sein werde sowie die vom Gericht beauftragten medizinischen Sachverständigen von ihrer Schweigepflicht“ - also ein Blanko-Verzicht auf jeglichen Schutz seiner Gesundheitsdaten gegenüber allen und jedem.

Die merkwürdige Rechtslage verbot es zwar dem auch in dieser Sache von der Hartz4-Plattform angerufenen Landesdatenschutzbeauftragten beim Sozialgericht zu intervenieren, denn, so teilte der mit: 
- „Aus dem Fragebogen ist erkennbar, dass das Sozialgericht diesen im Rahmen von Gerichtsverfahren verwendet. Leider ist mir nicht möglich, Angelegenheiten, die Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens sind, datenschutzrechtlich zu bewerten. Gemäß § 22 Abs. 1 des Datenschutzgesetzes Sachsen-Anhalt (DSG LSA) unterliegen die Gerichte der Kontrolle durch den Landesbeauftragten für den Datenschutz nur, soweit sie in Verwaltungsangelegenheiten tätig werden.“

Im Gespräch mit Hartz4-Plattform-Sprecherin, Brigitte Vallenthin, bestätigte er jedoch, dass die Freigabe der ärztlichen Schweigepflicht grundsätzlich freiwillig sei, nicht erzwungen werden und schon gar nicht mit einer Kürzung von Sozialleistungen verbunden werden könne.

Sozialgericht Magdeburg: 9 Monate um 1. Befangenheitsantrag zu entscheiden

Zwischenzeitlich sah sich der Kläger gezwungen, Befangenheitsantrag gegen den Richter für mehrere Verfahren einzureichen. Das Sozialgericht Magdeburg brauchte neun Monate, um wie zu erwarten zugunsten des Richters im eigenen Hause zu entscheiden.

 Von all dem offensichtlich gänzlich unberührt schickt der Richter dem Jobcenter ein hausärztliches Gesundheitsgutachten - obwohl dies ausdrücklich vom Kläger mit einem „Streng-vertraulich“-Vermerkt versehen war und nur zur Gerichtsakte übergeben war. 

Da klang es für den Kläger nur noch wie Hohn - nachdem die Hartz IV-Behörde auf dem Umweg über das Sozialgericht an Gesundheitsdaten gelangte, die ihm nach Aktenlage ausdrücklich verweigert worden waren 
- dass der Richter am 5. November im Nachhinein schrieb:
Es „bestehen hier Zweifel, ob Sie damit einverstanden gewesen sind, dass das Gericht dem Jobcenter das vollständige Gutachten(...) übermittelt hat. Sie werden (...) um kurzfristige Mitteilung gebeten, ob Sie damit einverstanden gewesen sind oder nicht.“

Am Ende: richterliche Entscheidung ohne Würdigung des Gesundheitsgutachtens

Der Kläger bestätigte, was der Richter längst aus den Akten wusste:
natürlich war er nicht mit der Weitergabe seiner Daten durch das Gericht einverstanden. „Ein unglaublicher Vorgang,“ findet Brigitte Vallenthin.
„Eigentlich hätte doch ein Sozialrichter wissen müssen, dass er zur Weitergabe von geschützten Daten nicht nachher sondern vorher das Einverständnis hätte einholen müssen.“
 Und am Ende weigert er sich sogar die Gesundheitsdaten bei seiner Urteilsfindung zu berücksichtigen, weil er sie offiziell nicht hätte weitergeben dürfen, und entscheidet am 11.11. zugunsten des Jobcenters.

Inzwischen blieb dem Betroffenen keine andere Wahl, als gegen den vorsitzenden Richter der 15. Kammer einen 2. Befangenheitsantrag zu stellen.
 Auffällig: der wurde allerdings nicht wie im Geschäftsverteilungsplan des Gerichts vorgesehen anderen Richtern und zwar denen der 16. Kammer zur Entscheidung zugewiesen. Der Direktor des Sozialgerichts Magdeburg erklärt das so:

- „Nach ständiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts können Richter über ein Ablehnungsgesuch, das gegen sie gerichtet ist, selbst entscheiden, wenn es offensichtlich missbräuchlich ist.“
- „Ferner hat der Richter (...) zu prüfen, ob er das Gesuch für begründet hält.“

Und jetzt hat der Richter auf Probe obendrein noch ein Anhörungsrüge-Verfahren gegen sich auf dem Tisch, in dem Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt wird, das er ohne Anhörung und Würdigung des Gesundheitszustandes des Klägers im Interesse des Jobcenters und mit seinem OK für die 60%-Sanktion beendet hatte.

Jobcenter Hartz verschärft Druck auf Schweigepflichtentbindung mit Androhung vollständiger Leistungseinstellung

Mit dieser Rückenstärkung des Sozialgerichts Magdeburg verschärft die Hartz IV-Behörde noch einmal den Druck auf seinen „Kunden“, legt abermals eine Schweigepflicht-Entbindung zur Unterschrift vor und droht:

- „Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass wenn Sie ihrer Mitwirkungspflicht (...) nicht nachkommen (den beigefügten Vordruck vollständig ausgefüllt und unterschrieben einzureichen), die Leistung
(...) versagt werden kann.“

Auch gegenüber Amtsarzt keine Pflicht zur Freigabe der ärztlichen Schweigepflicht

Nachdem er durch die Hartz4-Plattform Kenntnis von dem skandalösen Umgang des Jobcenters Harz erlangt hatte, hat mittlerweile der für die Vorfälle zuständige Landesdatenschutzbeauftragte von sich aus bei der Behörde interveniert. 
Er stellt genau das Gegenteil der bislang vom Sozialgericht Magdeburg unterstützten Rechtsauffassung fest. 
Neben einer grundsätzlichen Rüge teilt er der Hartz IV-Verwaltung mit, dass sie selbst eine Verweigerung der Schweigepflichtentbindung gegenüber einem Amtsarzt akzeptieren müsse.
Denn wenn diese Erklärung mit Recht nicht abgegeben werde, „hat der (...) (Amts-)Arzt ggf. auf die Beiziehung entsprechender Vorbefunde zu verzichten und muss das Leistungsvermögen des (...) Leistungsbeziehers durch eigene Untersuchungen ermitteln.“

Datenschutzbeauftragter: 
ärztliche Schweigepflicht-Freigabe keine „Mitwirkungspflicht“!

Unmissverständlich deutlich wird der Datenschutzbeauftragte zum Schluss seines Schreibens an das Jobcenter Landkreis Harz und gleichzeitig indirekt gegenüber dem Vorsitzenden der 15. Kammer des Sozialgerichts Magdeburg, Richter Hausmann:

- „Demnach wäre es bedenklich, mit einer Leistungsverweigerung zu drohen, wenn eine gewünschte Schweigepflichtentbindung nicht erteilt wird.
- Ich bitte, die Hinweise zukünftig zu berücksichtigen, um den Eindruck zu vermeiden, Schweigepflichtentbindungen sollten mit unangemessenem Druck abgefordert werden.“

Das Jobcenter zumindest scheint zunächst weiterhin uneinsichtig und teilt seinem Kunden daraufhin mit, dass von ihm die Auffassung des Landesdatenschutzbeauftragten “nicht vollinhaltlich geteilt wird“ - nach dem Motto:
 was scheren uns Grundgesetz und Datenschutz-Recht: 
wir machen weiter so und das Sozialgericht Magdeburg hilft uns dabei.

„Wir sind gespannt,“ so die Hartz4-Plattform-Sprecherin, „ob der Richter in Probezeit sich weiterhin über das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und dessen Bekräftigung durch den Landesbeauftragten für den Datenschutz hinweg setzt - und ob seine Richterkollegen beim Sozialgericht Magdeburg sich dabei weiterhin hinter ihn stellen werden?
Die Kläger jedenfalls sind entschlossen, um ihre Rechte bis zum Bundessozialgericht zu kämpfen. Und wir werden sie dabei unterstützen“, so Brigitte Vallenthin.

Wiesbaden, 10. Dezember 2013

Brigitte Vallenthin
Presse
*Hartz4-Plattform*
*die Hartz IV-Lobby*
0611-1721221
01525-3520721


Lesenswertes zum Datenschutz bei Hartz 4

Hartz 4 Antrag und Datenschutz...Welche Rechte haben Sie als Betroffener?
***
Datenschutz im Jobcenter Pdf download oder  Ratgeber_2011.pdf‎
weiteres unter 
***
***
Facebook-Falle für Hartz-IV-Bezieher
hier....lesen
oder
***
Gilt für Hartz-IV-Berechtigte nur ein Datenschutz light?
***
***

Dienstag, 21. Juni 2011

Datenschutzskandal-2 Runde!

PRESSEERKLÄRUNG

vom 21. Juni 2011 und danken für Ihre Berichterstattung:

Schutzschirm des Wiesbadener Rechtsamtes für Datenschutz-Skandal Dienstaufsichtsbeschwerde zurückgewiesen:
Städtischer Datenschutzbeauftragter stellt sich schützend vor Verletzung von Sozialgeheimnis und Verstoß gegen Schutz der Sozialdaten

In den Verfahren wegen rechtswidrigen Datenschutz-Verstoßes eines Wiesbadener Sozialverwaltungsbeamten hat jetzt als erstes die unterste juristische Ebene reagiert.

Das Personal- und Organisationsamt des Magistrats der Landeshauptstadt Wiesbaden hat durch die „Personalbetreuung Beamte“ die am 15. Mai an den Leiter des Wiesbadener Amtes für Soziale Arbeit, Franz Betz, gerichtete Dienstaufsichtsbeschwerde mit Posteingang 16. Mai „als unbegründet zurückgewiesen“.

Vor dieser Entscheidung hatte die ablehnende Behörde „den städtischen Datenschutzbeauftragten in den Vorgang eingebunden“.

Das Prüfungsergebnis
- „nach vorliegenden Unterlagen und den Ausführungen der Fachabteilung, die mit dem städtischen Datenschutzbeauftragten abgestimmt sind, liegen keine Gründe vor, die eine Dienstaufsichtsbeschwerde rechtfertigen“

- toppt nach Ansicht der Hartz4-Plattform an Respektlosigkeit der Verwaltung gegenüber den Bürgern fast noch den ursprünglich skandalösen, rechtswidrigen Umgang der Verwaltung mit persönlichen Daten.

Die Arbeitslosen-Initiative ist empört, wie die Sache
gegen alle Fakten-, Akten- und Rechtslage
mit der Umkehr der Täter-Opfer-Rolle lapidar abgetan wird.

Die Antragsstellern bei Sozialbehörden nicht unvertraute Begründung: Sie sind „Ihren Mitwirkungspflichten nicht in dem geforderten Maße nachgekommen“ sei
eine vollkommene Verdrehung der Tatsachen.

Dabei sei es zutiefst erschütternd, dass in diesem Zusammenhang von zur Dienstleitung verpflichteten Verwaltungen einer Bürgerin etwas aufgetischt wird, das man nicht anders als wahrheitswidrige Schutzbehauptungen bezeichnen könne.
Bereits seit 2008 ging es für die Rentnerin – inzwischen längst auch durch die Instanzen des Sozial- und Landessozialgerichts - um die Rücknahme von Direktzahlungen durch die Verwaltung an ihren Energieversorger, weil man angeblich nicht sicher sein könne, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen ordnungsgemäß nachkomme und das Geld anderweitig ausgeben würde.
In diesem Zusammenhang hatte der Sachbearbeiter - gegen den ausdrücklich erklärten Willen der Rentnerin sowie
entgegen seinen im Sozialgesetzbuch und im Strafgesetzbuch angeordneten Pflichten zum Datenschutz
– sich gegenüber ihrem Energielieferanten als Mitarbeiter der Sozialbehörde zu erkennen gegeben und sich für legitimiert erklärt, Informationen aus deren persönlichem Buchungskonto bei ihrem Vertragspartner einzuholen.

Die Rentnerin hatte deshalb am 16. Mai Strafantrag gegen den Sachbearbeiter gestellt sowie den Bundesdatenschutz-Beauftragten, den Hessischen Datenschutzbeauftragten eingeschaltet und beim Amt für Soziale Arbeit Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.

Wie dann die Sache in der Zurückweisung begründet wird, hört sie sich ganz wie eine Bestätigung des öffentlich kolportierter Vorurteils über unwillige „Sozialschmarotzer“ an:
- „Um die Jahresabschlussrechnung des Energielieferanten prüfen zu können, ist es erforderlich, die Unterlagen komplett vorzulegen.
- Da Sie nur die erste Seite der Rechnung übermittelt hatten und der Aufforderung auf Vervollständigung nicht nachgekommen sind, war der Leistungssachbearbeiter gezwungen, die Rechnung im Austausch mit dem Energieversorger zu prüfen.
- Dadurch konnten fehlende Informationen ergänzt, die Nachforderung nachvollzogen und ausgeglichen werden,
- obwohl Sie Ihren Mitwirkungspflichten nicht in dem geforderten Maße nachgekommen sind.“

Hätten sich das Personalamt und der städtische Datenschutzbeauftragte beim Rechtsamt der Stadt Wiesbaden, Ulrich Quetscher, nicht nur die Ausreden des Sachbearbeiters angehört, so hätten sie in der Verwaltungsakte leicht die wahrheitsgemäßen Tatsachen finden können:

- Am 11. Februar ging die Jahresrechnung bei der Rentnerin ein und noch am selben Tage hat der Sachbearbeiter die 1. Rechnungsseite mit dem Abschlussergebnis erhalten.
- Fast drei Wochen später, am 1. März erhielt sie mit der Post von ihm die Nachforderung für weitere Rechnungsseiten.
- Bereits drei Tage später, am 4. März lagen auf seinem Schreibtisch die „geforderten“ zusätzlichen Rechnungsseiten.

Nachdem also bereits am 4. März dem Sachbearbeiter die „Unterlagen komplett“ vorlagen, stellt sich die Frage:
- Warum war er dann 10 Tage danach, am 14. März, nach Ansicht der Wiesbadener Personalverwaltung angeblich „gezwungen“, beim Energieversorger anzurufen, um die ihm längst vorliegenden „Informationen zu ergänzen“?

Tatsächlich muss der Verwaltungsakte zu entnehmen sein, dass seine Absicht eine ganz andere war, als er gegen alle sozial- und strafrechtlichen Vorschriften zum Datenschutz verstieß: -

Inzwischen hatte die Rentnerin nämlich am 24. Februar aus ihrem Regelsatz die offene Energierechnung mit letzter Frist selber ausgeglichen – um nicht deshalb in der Schuld bei ihrem Energieversorger zu bleiben, weil es wieder einmal zu einer amtsseitigen Verzögerung der Zahlung kommt.
- Dies hat sie sofort dem Sachbearbeiter mitgeteilt und um eilige Überweisung gebeten, da die Zahlung fast ihr gesamtes Geld für März aufgebraucht hatte.
- Als die Energie-Zahlung auch drei Wochen später bei ihr immer noch nicht eingegangen war, hat sie am 11. März Eilklage beim Sozialgericht eingereicht, weil ihr das fürs Amt vorverauslagte Geld fürs tägliche Leben fehlte.
- Erst drei Tage danach – die Behörde hatte zu diesem Zeitpunkt sicher bereits die Information über die Klage - telefonierte der Sachbearbeiter am 14. März zum erstem Mal mit dem Energieversorger – ganz offensichtlich um dort – quasi wie ein polizeilicher Ermittler - die Glaubwürdigkeit der tatsächlichen Überweisung der Rentnerin zu hinterfragen. Und das, obwohl diese ihm den Überweisungsbeleg zugestellt hatte.
- Diese Chronologie offenbart ganz offensichtlich, dass sein Anruf vermutlich nur vor dem amtsüblichen Hintergrund des Generalverdachts des Betruges gegenüber allen Antragstellern im Sozialrecht geschah – und zwar im Zusammenhang mit einer dann am - 24. März dem Sozialgericht zugestellten Stellungnahme des Amtes zur Eilklage der Rentnerin.

- Diese tatsächliche Begründung für den Datenschutz-Verstoß bescheinigt der Energieversorger dann auch noch einmal schriftlich am 13. Mai:
„Die Anrufe von Herrn (…) begründeten sich in der Prüfung der Zahlungseingänge und der entsprechenden Verbuchung in Ihrer Verbrauchsabrechnung, welche am 8. Februar an Sie versandt wurde.“

- Eine Hotline-Mitarbeiterin des Energielieferanten hatte das noch deutlicher formuliert: er hätte „überprüfen“ wollen, ob die „Zahlung mit der Jahresrechnung zusammen passe, die ihm vorliege.“
Obwohl nun nachweislich der Datenschutz-Verstoß eindeutig nichts mit einer angeblich notwendigen Überprüfung der Rechnung zu tun haben konnte, schlussfolgert die Personalbetreuung-Beamte in ihrem Ablehnungsschreiben zur Dienstaufsichts-beschwerde weiterhin im Widerspruch zur Aktenlage:
- „Das Vorgehen des Leistungssachbearbeiters ist nachvollziehbar und begründet.
- Ein Verstoß gegen die Datenschutzrichtlinien wird von dem städtischen Datenschutzbeauftragten nicht gesehen.“

Inzwischen wurde gegen das verantwortliche Amt für Soziale Arbeit auch Klage beim Sozialgericht eingereicht – und zwar gegen die Verletzung des „Sozialgeheimnisses“ gemäß § 35 SGB I in Verbindung mit dem Verstoß gegen den „Schutz der Sozialdaten“ gemäß §§ 67 und 67b SGB X.

Nach Ansicht der Hartz4-Plattform stehe man als Bürger einfach nur noch
fassungslos vor derartigem amtlichen Verdrehen von Tatsachen durch einen vom Datenschutzbeauftragten
im Rechtsamt aufgespannten Schutzschirm für die Verwaltung.
Dabei sei doch die Verwaltung ursprünglich nach gesellschaftlicher demokratischer Übereinkunft als Dienstleister zur Umsetzung der Sozialpolitik und der Erlangung der Rechte der Bürger beauftragt.

In diesem Zusammenhang stelle sich die besorgte Frage, ob mittlerweile in der Sozialverwaltung das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung endgültig auf der Strecke bleibe -
das der Bundesdatenschutzbeauftragte doch inzwischen ganz ausdrücklich in seinem Namen trage.

Da ist die Hartz4-Plattform wenig verwundert, dass angesichts solcher – sich täglich in deutschen Amtsstuben wiederholender Vorfälle - nach aktueller GfK-Umfrage
die Politiker allesamt abgrundtief in der Bürgergunst abstürzen und ihnen inzwischen 91 % der Menschen nicht mehr vertrauen – also nur noch 9 % den Politikern trauen, noch einmal 5 % weniger als im Vormonat -,

wenn die Politik es zulässt, dass ihre Verwaltungen derart willkürlich mit Recht und Gesetz umgehen.“

Wiesbaden, 21. Juni 2011
Brigitte Vallenthin Presse
Hartz4-Plattform

Labels

§ 5 BPräsRuhebezG (1) 1 Euro Job (1) 1 Euro Jobs (1) 1-Euro Jobs (1) 10 € Mindestlohn (1) 10 Euro Mindestlohn (1) 11 Uhr (1) 500 Euro (1) 500 Euro Eckregelsatz (2) 500€ Eckregelsatz (1) alg II (1) alg ii bescheid (1) ALG II Bescheid überprüfen (1) ALG II Urteil (1) Algii (1) als Vorlage (1) amtsmißbrauch (1) Angemessenheit (1) Antrag GEZ Befreiung (1) Antrag Telekom Spartarif (1) Apell gegen Praxisgebühr (1) arbeitslos (2) Arbeitslose zu Erziehern umschulen (1) Arbeitslosen Hilfe (1) Artikel 91e (1) AU Hartz4 (1) Aufruf Hartz 4 Empfänger (1) Aufruf Hartz 4 Empfänger (1) Aufstockung Selbstständige (2) Beamten Skandal (1) Bedingungsloses Grundeinkommen Abstimmung (1) Bedingungsloses Grundeinkommen Deutschland 2016 (1) beschwerde (1) beschwerde sachbearbeiter (1) Bettlägerigkeitsbescheinigung (1) Bevormundung (1) Bewilligungsbescheid (1) Bildungspaket (4) Bildungspaket Anträge (1) Bildungspaket News (1) Bildungspaket rückwirkend (1) Bildungspaket-Entscheidung (1) Bitte um Spende (1) Brandbrief (1) Bundesverfassungsgericht (2) Bürger Verarsche (1) Bürgerarbeit (1) Bürgerklage (1) Bürgerklage gegen Ceta (1) CETA (1) CETA TTIP stoppen (1) Coole Job Idee (1) D'mark Euro (1) Datenschutz (1) Datenschutz hartz 4 (1) Datenschutz Skandal (1) Datenschutz-freie Zone (1) Datenschutzskandal (2) Demo Hartz 4 (1) Demo Regelsatz (1) Demokratie (1) Demonstration (1) DGB Verfassungsbeschwerde (1) Die Reportage (1) dienstaufsichtsbeschwerde (1) Dienstaufsichtsbeschwerde Erfahrungsberichte (1) Dienstaufsichtsbeschwerde Jobcenter (1) Disclaimer (1) e Smoker (1) Easy Geldverdienen (1) EGV (1) Ehrensold (1) Eigenanteil Zahnersatz (1) Eilklage (2) Eilklage gegen Bildungspaket (1) Eilklage Hartz IV (1) Eilmeldung Hartz 4 (1) Eingliederungsvereinbarung (2) Eingliederungsvereinbarung unterschreiben (1) Einspruch Hartz 4 (1) Elektrische Zigarette (1) Elektrische Zigaretten (1) Elterngeld (2) Elterngeld 2010 (1) Elterngeld Hartz 4 (1) Elterngeldhttp://www.blogger.com/img/blank.gif 2011 (1) Elterngeldrechner (1) Erfahrung Hart 4 (1) Erzieher Ausbildung (1) Erzieher Umschulung (1) Erzieherausbildung (1) Euro Rettungspolitik (1) Europäische Bürgerinneninitiative gegen TTIP und CETA (1) Existenzminimum Hartz 4 (1) Exklusiv die Reportage (1) extra geld (1) Familie (1) Faulenzer und Arbeitsbienen (1) Festzuschuss Zahnersatz (1) Franchise Konzepte (1) Freizeit (1) friedliche Demonstration (1) Friseur 10 Euro (1) Frisösen (1) Fristablauf Bildungspaket (1) für Schnäppchenjäger (1) Gaspreise vergleichen (1) Gegen Dumpinglöhne (1) gegen hartz 4 (1) gegen Kinderarmut (1) gegen Leiharbeit (1) gegen Lügen (1) Gegen Praxisgebühr (1) gegen Studiengebühren (1) Gehalt Friseur (1) Geld Spende (1) Geld verdienen Idee (1) Geldverdienen (1) Generelles (1) geoutet (1) gesellschaft und politik (1) Gesetzlicher Mindestlohn (1) GEZ (1) GEZ Befreiung (1) gg art. 91e (1) Grundeinkommen Deutschland (1) Grundfreibetrag Verdienst (1) Grundgesetz (1) Grundgesetzänderung (1) Grundrecht (1) Günther Jauch (1) Hartz IV Musterklage (1) Hartz 4 Klage (1) hartz 4 beratung schweinfurt (1) Hartz 4 Berechnung (1) Hartz 4 Bescheid (1) hartz 4 empfänger (1) Hartz 4 Hilfe (1) Hartz 4 Regelsatz (1) Hartz 4 Regelsätze (1) Hartz 4 Schweinfurt (1) Hartz 4 Sieg (1) Hartz 4 Skandal (1) Hartz 4 Wohnraumanspruch (1) Hartz 4 Wohnrecht (1) Hartz IV (3) Hartz IV -Verstoß gegen UNO-Sozialpakt (1) Hartz IV News (3) Hartz iv Regelsatz (2) Hartz iv Regelsätze (1) Hartz IV Skandal (1) Hartz IV Verhandlung (1) hartz iv wohnraum (1) Hartz Regelsätze (1) hartz4 (1) Hartz4 Erhöhung (2) Hartz4 für Selbstständige (1) Hartz4 Hilfe (1) Hartz4 Job (1) Hartz4 News (1) hartziv (2) harz4 alg ii (1) hausratversicherung (1) Heizkosten ALG2 (1) Heizkosten Hartz IV (1) hilfe (1) Hilfe Zwegat (1) Hinweis Werbung (1) Historische Preise (1) Historische Preise Lebensmittel (1) IfM-Analyse (1) Impressum (1) Initiative Lügen Pack (1) Initiative Sozialreform (1) insolvenz firma (1) insolvenz konkurs (1) Interview Kläger Hartz 4 Regelsatz (1) Job Ideen (1) Jobcenter Harz (1) Kampagne Mindestlohn (1) Kinder Grundeinkommen (1) Kinderarmut (1) Kindergeld in DM Zeiten (1) Kinderrechte (1) Klage (1) Klage Bundesgericht (1) Klage Heizkosten (1) Klage Regelsatz (2) Klage Sanktionen (1) Klage Sozialgericht (1) Kommentar Reportage (1) Kontaktlinsen Preisvergleich (1) Kontra (1) Krankmeldung (1) kredite ohe Schufa (1) Kredite von Privat (1) Kreditgeber gesucht (1) Kritik am „Tafel“-System (1) Kritik Sanktionshungern (1) Kürzung Elterngeld (1) Landesdatenschutzbeauftragter (1) Leiharbeit abschaffen (1) Leiharbeit Gesetz (1) Lügenpack (1) Mach mit (1) Manipulation (1) Medikamenten Preisvergleich (1) mehr Geld (1) Mehrbedarf Diabetes (1) Menschenrechte Uno Sozialpaket (1) Mindest Regelsatz (1) Mindestlohn (2) Mindestlohn 10 Euro (1) Mindestlohn Bayern (1) Mindestlohn Kampagne (1) Mindestlohn Wahlkampf (1) Mindestlöhne (1) Mogelpackung Bildungspaket (1) Muster Anschreiben Widerspruch Sanktionen (1) Muster für (1) Muster Widerspruch (1) Muster Wiederspruch Hartz 4 Regelsätze (1) Muster- Widerspruch Eingliederungsvereinbarung (1) Musterklage und Verfassungsbeschwerde gegen Hartz IV-Gesetz (1) Musterschreiben (1) Nebenbei Geldverdienen (1) Neuberechnung Hartz IV (1) neue Regelsätze (1) Occupy Frankfur (1) Online Petition (2) Optionskommunen (1) Peter Zwegat (1) Petition gegen Sanktionen (1) petition online (1) Petition Sanktionen (1) Petition Sanktionen Hartz 4 (1) Praxisgebühr (1) Praxisgebühr abgeschafft (1) Praxisgebühr abschaffen (1) Praxisgebühr Befreiung (1) Praxisgebühr Notdienst (1) Praxisgebühr Zahnarzt (1) Preisvergleich (1) Presseerklärung (14) Presseerklärung Grundeinkommen (1) Presseerklärung Hartz 4 (3) Presseerklärung Hartz4 (1) Presseerklärung HartzIV (1) Presseerklärung Regelsatz (1) Presseerklärung Sanktionshungern (1) Pressemeldung (1) Pressemitteilung (2) Presserklärung Eilklage (1) private haftpflicht (1) Protest (1) Protest Eingliederungsvereinbarung (1) quelle versand (1) Ralph Boes (1) Raucher Alternative (1) Rauchverbot Bayern (1) Raus aus den Schulden (1) Raus aus Hartz 4 (1) Raus aus Hartz IV (1) Rechtsverletzung (1) Regelsatz (1) Regelsatz Erhöhung (1) Regelsatz Erwachsene (1) Regelsatz Hartz4 (1) Regelsatz Höhe (1) Regelsatz Klage (1) Regelsatz Neuberechnung (1) Regelsätze Hartz 4 (1) Renten-Pläne (1) Reportage Hartz 4 (1) Rettung des Sozialstaates (1) RTL Reportage RTL2 Reportage (1) Rtl Schuldenberatung (1) Rückforderung (1) Rückwirkende Anträge (1) Rundfunkgebühren Befreiung (1) Saal 11 (1) Sanktion (1) sanktionen (1) Sanktionen Selbstständige Aufstocker (1) Sanktionshungern (1) Schmarotzer (1) Schuldenberatung (1) Schwarzbuch Leiharbeit Zwangsarbeiter (1) schweinfurt hartziv (1) Sehr eilige Presseerklärung (1) Selbstständig werden (1) Sozialbetrug (2) Sozialdaten Verstoß (1) Sozialer Betrug (1) Sozialgericht (1) Sozialgericht Schweinfurt (1) Sozialgerichts-Entscheidung in Sachen (1) sozialleistung (1) Sparprogramm (1) Spende für Kinder (1) Spenden Aufruf (1) Spendenaufruf (1) Stern Reportage (1) Steuergeld (1) Steuerverschwendung (1) Strompreise vergleichen Sparfüchse (1) Studiengebühren (1) Studiengebühren abschaffen (1) Studiengebühren Abschaffung Bayern (1) Studiengebühren absetzen (1) Studiengebühren Bayern (2) Tacheles (1) Telekom Hartz4 (1) Telekom Sozialtarif (1) Thomas Kalley (1) TTIP (1) TV Kritik (1) Überprüfungsantrag Muster (1) Überprüfungsantrag stellen (3) Umschulung (1) Umschulung Arbeitsamt (1) Umschulung Arbeitslose (1) Umschulung Schlecker (1) Unabhängigkeit der Sozialgerichte (1) Unterstützung bei Hartz 4 Klagen (1) Urlaub ALG II (1) Urlaub Hartz 4 (1) Urteil Bundessozialgericht (1) Urteil Hartz IV Regelsatz (1) Urteil Hartz VII (1) Urteil Sanktionen (1) Verfassungsbeschwerde (1) Verfassungsbeschwerde Bildungspaket (1) Verhandlung am 11.11.2011 (1) Verteuerung (1) Volksbegehren Bayern (1) Volksbegehren Studiengebühren (1) Volksentscheid Bayern (1) Volksentscheid rauchen (1) Volksentscheid Rauchverbot (1) Vorlage Klage Sozialgericht (1) Vorlage Überprüfungsantrag (1) Wählerbetrug (1) wahre Helden (1) was tun gegen (1) Wehrt Euch (1) Weihnachtsgeschenke (1) Westerwelle Guido (1) wichtig (1) Widerspruch Eingliederungsvereinbarung (1) Wiesbaden Datenschutz Skandal (1) Wulff Skandal (1) Zahlungsverweigerung (1) Zahnersatz (1) zehn Euro Mindestlohn (1) Zuzahlung Zahnersatz (1) Zwangsarbeit für Arbeitslose (2) Zwangsvollstreckung (1)